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Meine ersten Erfahrungen mit der „Dry Brush Technik“ – eine kleine Anleitung

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Wer kennt sie nicht – diese tollen Speedpainting Videos auf YouTube,
bei denen man kaum zwischen Original und Zeichnung unterscheiden kann.
Anfangs dachte ich diese Bilder werden mit Graphitpulver und Pinsel  gezeichnet.

Nachdem ich ewas im Internet recherchiert habe, konnte ich einige Einzelheiten zu dieser Technik
zusammen tragen und selbst ausprobieren.
Es handelt sich dabei um die sogenannte Dry Brush Technik.

Dry Brush Technik kurz erklärt:

Man zeichnet mit Ölfarbe und Pinsel auf (Aquarell)Papier und ohne weitere Malmittel wie Leinöl, etc.
Der Pinsel wird in Ölfarbe getaucht (vorzugsweise schwarz) und dann auf Küchenrolle
oder sonstigem saugfähigen Untergrund wieder „ausgedrückt“.
Bis er kaum/keine Farbe mehr abgibt – also trocken (dry) ist.

Dann beginnt man die Graubereiche des Motivs aufzubauen.Ich arbeite dabei von hell nach dunkel.
Später werden die Details mit einem dünneren Pinsel und etwas mehr Farbe heraus gearbeitet.

Am Ende ähnelt die Zeichnung sehr einer Porträtzeichnung mit Bleistift.
Sie sieht weicher und realistischer aus und zeigt bei Auflicht keine Reflexion wie bei Graphitzeichnungen.

Werkzeuge für Dry Brush Technik

Pinsel & Malutensilien

 

Meine Ausrüstung:

(4) Lidschattenpinsel – hat kurze weiche Borsten und macht sich gut für Schattierungen mit weichen Übergängen
(6) Leonhardy Gr. 4/0 – für feine Linien
(7) Leonhardy Gr. 2 – für kleinere Flächen
(8) Leonhardy Gr.10 – für größere Flächen

Mit dem Skalpell (9) schneide ich den Radiergummi (2) und erhalte so glatte Kanten um z.B. Haare besser auszuarbeiten.
Zun Ausbessern nehme ich u.a. einen Radierstift (3).

Als Maluntergrund habe ich Aquarellpapier benutzt (etwa DIN A4).
Das war sehr grob und hat die Handhabung der Pinsel und den Farbauftrag beeinflusst.

Als Malmittel habe ich schwarze Ölfarbe von Schmincke (1) verwendet.
Das Motiv war ein Kinderfoto (10), dass ich mir vorher in schwarz/weiß ausgedruckt habe.

Dry Brush Versuch Nr.1

Dry Brush Versuch Nr.1

Fazit:

Das Papier sollte feines Aquarellpapier sein. (Es gibt sicher noch Alternativen).
Es sei denn, der grobe Effekt ist gewünscht – bei Kinderzeichnungen vielleicht nicht sehr passend.
Diese Technik eignet sich gut für große Formate. Ich hatte das Gefühl DIN A4 ist zu klein.
Vielleicht lag es aber auch nur an meiner Ausrüstung.
Bei den Pinseln muss ich noch einiges ausprobieren.
Fasziniert hat mich, dass man tatsächlich radieren kann. Macht sich sehr gut bei Haaren und Highlights.

[highlight color=“green“]Dieser Artikel beruht auf meine eigenen Erfahrungen und Recherchen im Internet.[/highlight]

Ines Gottschalk

Betreibt seit 2004 die Seite Igo-Lounge.de u. bietet Porträtzeichnen nach Fotovorlage an. Weitere Profile auf Facebook, YouTube u. Google+

Ines GottschalkMeine ersten Erfahrungen mit der „Dry Brush Technik“ – eine kleine Anleitung

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4 comments

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  • Sven Raschle - 2. Oktober 2012 reply

    Total genial!

    Ich liebe diese Videos, und ich war nun selbst gerade auf Recherche nach der Dry-Brush Technik, da ich vor einigen Tagen auf ein Video aufmerksam wurde, welches ich in meinem Blog postete.

    Ich finde dein Portrait sehr gelungen! Toll gemacht!

    Und vielen Dank für das näherbringen des Vorgehens. Toll dass es noch Künstler gibt, welche Erfahrungen sammeln und tauschen, statt sie unter verschluss zu halten! MERCII!!

    Gruss Sven

  • Anleitung zur Dry Brush Technik - Buchempfehlung | IGO-LOUNGE - Porträt zeichnen - 16. Oktober 2012 reply

    […] ich eine kleine Anleitung zum Thema “Dry Brush Technik” verfasst habe. War ich mal wieder im Internet unterwegs, […]

  • Nina-Luca - 14. Oktober 2013 reply

    Ich bin mich gerade über die Dry Brush Technik am Informieren. Ich habe das Gestern entdeckt und war völlig fasziniert. Da es leider noch nicht sehr verbreitet ist findet man kaum Informationen und deinen Beitrag ist der erste (seit gut einer Stunde) der mir weiter geholfen hat!

    Es ist wirklich eine tolle Technik und das Portrait ist wirklich sehr gelungen! Und ich stimme Sven zu mit seiner Aussage:
    “ Toll dass es noch Künstler gibt, welche Erfahrungen sammeln und tauschen, statt sie unter verschluss zu halten! “

    Liebe Grüsse
    Nina-Luca

  • ULL-Rike - 17. Juni 2014 reply

    Hallo Ines,

    danke für die ausführliche Darstellung der Materialien und Deiner Erfahrungen. Ich zeichne bisher nur mit Bleistiften verschiedener Härtegrade und habe gerade heute erst von der Dry Brush Technique erfahren, als ich mir ein Speed-Painting genauer ansah. Mich haben schon immer die weichen Übergänge fasziniert, an die ich mit Bleistift nicht annähernd reiche. Durch Deine Erklärung weiß ich nun schon mal, womit ich anfangen kann, um diese feinere Technik zu erproben. Toll!
    Da ich besonders gern Portraits zeichne und meine Technik weiter verfeinern möchte, ist diese Seite für mich eine echte Bereicherung. Ich freue mich so …

    Komm doch gern mal auf Gegenbesuch!

    Liebe Grüße
    Ulrike

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